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Beate Biebricher
Kunstgattung
Malerei
Technik
Öl
Aquarell
Genre
Abstrakt
Profil
Beate Biebricher


Der Künstler als Weltenschöpfer –- ein Gedanke, so alt und so aktuell wie die Kunst selbst. Beate Biebricher ist eine Weltenschöpferin, wenn sie Farben auf die weiße Fläche aufträgt. Sie führt uns zurück zu den Urzuständen unserer Erde, wo sich aus identischen Urkräften Kosmos und Mensch, Geist und Materie bildeten. Aus dem Nichts drängen in einem unbewussten Entstehungsprozess Formen hervor, die sich wieder verflüchtigen, bevor sie richtig entstanden sind. Es sind Formen, die den Prinzipien eines unbekannten Gesetzes oder dem Zufall folgen, die aber stets Neues beinhalten. Wie bei der Schöpfung selbst tragen sie das Gesetz der permanenten Veränderung in sich. Ihre Formen sind wie die Wolken, ungreifbar und unbeständig, sphärisch und höchst sensibel, unfassbar, und doch ein Stück der erkennbaren Wirklichkeit. Nie nehmen sie einen endgültigen Zustand an. Die Dinge sind in ständiger Bewegung, wie unsere äußere und innere Realität, unsere emotionale Befindlichkeit und Wahrnehmung. Manchmal scheint der Focus scharf gestellt zu werden. Doch im nächsten Augenblick verschwimmt alles in Unklarheit und Diffusität, wie die Grenze zwischen Imagination und Wirklichkeit.
Auch Beate Biebrichers neue Bilder aus den Jahren sind Spiegel dieser unendlichen Facetten äußerer und innerer Veränderbarkeit und Wandelbarkeit. Wie aus den Titeln hervorgeht, spüren sie den ewigen Fragen der Menschheit, den Rätseln unseres Universums nach, der Bedeutung von Leben und Tod, den hinter unserer Existenz verborgenen Kräften, den ewigen kosmischen Weltengesetzen, die zwischen Körperlichkeit und Transzendenz angesiedelt sind. Für Beate Biebricher liegt die Lösung all dieser Fragen in der Natur selbst. Denn in der Natur befindet sich alles im Wandel und Gegensätze lösen sich in einem harmonischen Weltenganzen auf. Alles unterliegt dem Gesetz der inneren Notwendigkeit. Auch in ihren Bildern verfolgt sie diese immanenten Gesetzmäßigkeiten. Alles ist gleich, das Außen und das Innen, das Große und das Kleine, Mikrokosmos und Makrokosmos. Mikroskopische Aufnahmen und Strukturen werden zu großen Landschaften, werden zum Abbild der erkennbaren Wirklichkeit. Zusammen bildet beides den Urgrund unseres Kosmos. Manchmal splittet sie ein Motiv auf (Erdschollen, 2006, und Jenseits von Land und Strand, 2006) oder wählt die Form eines Diptychons oder Triptychons, um die verschiedenen Stufen, aber auch die Zusammengehörigkeit innerhalb eines nie endenden Werdeprozesses aufzuzeigen. In Frühlingsreigen (2004) lässt sie einen tanzenden Reigen Mohnblumen auf einer grünen Wiese entstehen. Oder sind es doch menschliche Umrisse wie in Vertieft (2004)? Andere Bilder zeigen florale Formen, wie Walpurgisnacht (2002), Spannung (2003), Tanz (2003), oder Die Leichtfüßige (2004), die zu Höhlen, schwarzen Löchern oder weiblichen, genitalen Formen werden, und das Lustprinzip einer drängenden Weiblichkeit symbolisieren – ähnlich der Gedankenwelt einer Georgia O’ Keeffe), die mit ihren floralen Formen eine weibliche Kunst begründete. Auch in Die Empfangende (2004) bearbeitet Beate Biebricher das Thema einer ewig fruchtbaren Natur. Andere Bilder – Winternacht (2003) oder Im Flug (2004) - demonstrieren beschwingte Leichtigkeit und absolute Freiheit. Die Loslösung von Irdischem wird darüber hinaus auch durch die farbenfrohe Palette ihrer Bilder anschaulich, auf denen sie die kontrastreichen, intensiven Farben weich ineinander fließen lässt. Neben den Themen kommt der Farbigkeit ihrer Bilder damit eine besondere Bedeutung zu.
Die den Bildern zugrunde liegende Naturverbundenheit findet sich auch im realen Leben von Beate Biebricher wieder, die 1965 geboren, von an der New York School of Art Pastellmalerei und Aktmalerei und von Eurythmie in Hamburg studierte. Mit ihrem Wohnort Dornbusch, einem kleinen Elbdorf in Kehdingen, fern ab der Großstadt gelegen, schuf sie sich ein Refugium in der Natur, das ihr elementare Inspiration bietet. Dort findet sie auch Raum, um unter harmonischen Bedingungen ihre große Familie und ihre Existenz als Künstlerin in Einklang zu bringen.
Dr. Andrea Fromm, Hamburg
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